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Artikel vom 15.06.2007

Wunsch nach Radweg bleibt vorerst unerfüllt

Landesplanung sieht den Bau zwischen Cammer und Golzow frühestens erst 2016 vor

Der von der Gemeindevertretung Planebruch mehrfach geäußerte Wunsch, einen straßenbegleitenden Radweg zwischen Golzow und Cammer zu bauen, wird wohl nicht erfüllt.

Viele Einwohner der Planebruchdörfer haben schon seit langem einen Radweg gefordert (die MAZ berichtete), dem hatte sich die Gemeinde angeschlossen. Die Landesplanung sieht jedoch einen solchen Bau frühesten 2016 vor, und auch dann nur zwischen Cammer und Golzow. Ronald Hoffman, Abgeordneter aus Damelang, lud trotzdem alle Verantwortlichen zu einem Gespräch ein. Bei einem Besuch des Fraktionsvorsitzenden der SPD im Brandenburger Landtag, Günter Baaske, im Amt Brück wurde das Anliegen ausführlich beraten. Neben dem Amtsdirektor waren auch Vertreter der Naturparkverwaltung, des Landkreises und des Fremdenverkehrsvereins Brück an den Gesprächen beteiligt.

Der Wahlkreisabgeordnete Baaske stellte dabei fest, dass eine Finanzierung durch das Land derzeit nicht möglich sei. Als einzige Möglichkeit, einen Radweg zu bekommen, wurde ein touristischer Radweg durch die Feldmark gesehen. Ein Routenvorschlag der Naturparkverwaltung liegt inzwischen vor. Finanzierbar wäre diese Maßnahme durch so genannte ILE-Mittel. Die Förderrichtlinien des Programms für „Integrierte Ländliche Entwicklung“ für das Jahr 2008 liegen aber noch nicht vor. Bisher wurden die Projekte mit 75 Prozent der Kosten gefördert. Der Eigenanteil der Gemeinde lag also bei einem Viertel der notwendigen Summe. Um eine Förderung zu erhalten, müsste die Gemeinde Planebruch die touristische Bedeutung des Radweges hervorheben und den Eigenanteil erbringen. Dazu wäre zum Beispiel eine Ausschilderung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten notwendig. Eine Anbindung der dann hoffentlich funktionsfähigen Bockwindmühle in Cammer an den Europaradweg 1 wäre ein mögliches Kriterium.

Auch erste Kontaktgespräche der Amtsverwaltung mit der im Auftrag der Kommunen arbeitenden „Lokalen Arbeitsgruppe Fläming-Havel“ aus Wiesenburg haben inzwischen stattgefunden. „Eine Antragstellung für das Jahr 2008 ist noch bis Oktober möglich, allerdings muss auch eine konkrete Projektskizze vorgelegt werden“, teilte der für den Raum Brück zuständige Mitarbeiter der Arbeitsgruppe, Heiko Bansen, mit. Allerdings, so dämpfte er die Hoffnungen, werden sehr viele Anträge eingehen. „Nicht alle können bewilligt werden.“

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