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Artikel vom 29.10.2007

NACHGEFRAGT: Hoffen auf noch mehr Schulklassen

Ausstellung zu Umwelthemen in Brück

In der „Alten Brücker Post“ ist eine Ausstellung zu Umweltfragen mit dem Titel „Die fantastischen Sieben – die letzten Urwälder der Erde“ zu sehen. Mit Organisatorin Claudia Maiwald, Projektmanagerin der Berlin Greenpeacegruppe, sprach MAZ-Mitarbeiter Andreas Koska über Hintergründe und Resonanz.

Frau Maiwald, Greenpeace in Brück und überhaupt im Fläming, das ist nicht alltäglich. Wie kam es dazu, dass die Ausstellung in der „Alten Brücker Post“ gezeigt wird?

Maiwald: Es ist tatsächlich eine Premiere in Brandenburg. Bisher haben sich die Aktivitäten unserer Gruppe auf Berlin beschränkt. Die Ausstellung wurde mit großem Erfolg in Berlin-Steglitz gezeigt. Die Macherinnen der „Brücker Post“ sind auf uns zugekommen und haben vorgeschlagen, sie auch in Brück zu zeigen. Wir haben den Vorschlag aufgegriffen.

Sind sie mit der bisherigen Resonanz zufrieden?

Maiwald: Ehrlich gesagt würde ich mir eine stärkere Beteiligung der Schulen und Kindergärten wünschen. In Berlin mussten wir einige Schulklassen sogar zurückweisen, so stark war der Zuspruch. Hier haben wir erst sechs Klassen betreuen dürfen, es sind also noch Kapazitäten frei. Die Ausstellung ist auch für Kindergartengruppen geeignet.

Der Besuch, die Führungen und Vorträge sind ohne Eintrittsgeld möglich. Wer trägt die Kosten für die Schau?

Maiwald: Die Material- und Fahrtkosten werden durch Greenpeace Deutschland getragen. Die Arbeit vor Ort, der Aufbau der Ausstellung und alles andere wird von unseren Mitgliedern ehrenamtlich erledigt. Wir arbeiten aus Überzeugung und mit Begeisterung an den Projekten. Die Mitglieder erhalten keinerlei Entgelt. Wir hoffen, die Allgemeinheit für den Natur- und Umweltschutz zu sensibilisieren. Deshalb können wir auf Eintrittsgelder, die eher eine Hemmschwelle wären, verzichten.

Haben sie einen Unterschied zwischen den Reaktionen und Fragen der Großstädter und der Bevölkerung im ländlichen Raum bemerkt?

Maiwald: Die Themen sind dieselben. Die Landbevölkerung ist allerdings näher und direkter an den Fragen dran. Hier merkt man durch Augenschein die Veränderung der Felder, wenn fast überall Mais oder Raps angebaut werden, nicht als Nahrungsmittel sondern für die Biodieselproduktion. Das wird schon kritisch begleitet. Auch die Diskussion um die genveränderten Anpflanzungen ist hier nicht so abstrakt wie in der Stadt, sondern konkreter.

Wie gefällt ihnen Brück aus ökologischer Sicht?

Maiwald: Zur allererst bin ich begeistert über die gute Verkehrsanbindung. Das Naturbad hat mich ebenso beeindruckt wie der Naturpfad. Ein – zumindest auf den ersten Blick – idyllisches Städtchen. Auch des Angebot der „Alten Brücker Post“ und der Idealismus, mit dem Annie Tillmant und Ricarda Müller das Tagungshaus betreiben, verdienen Respekt.

Könnten sie sich vorstellen, die Ausstellung im Fläming in weiteren Orten anzubieten?

Maiwald: Ja gern, wenn eine Verankerung vor Ort vorhanden ist, immer. Wenn also Initiativen und Vereine an uns herantreten, kommen wir gerne. Allerdings sollte eine Vernetzung in der Region vorhanden sein. Ohne aktive Partner geht es allerdings nicht.

Die Ausstellung geht noch bis zum 16. November, welche Wünsche haben sie für die letzten drei Wochen?

Maiwald: Hier kann ich nur wiederholen: noch mehr Kindergruppen. Wer die Ausstellung verpasst, dem empfehle ich das gerade erschienene Buch „Planet der Wälder – die grünen Paradiese der Erde“. Es greift mit guten Texten und starken Fotos das Thema auf.

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