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Artikel vom 18.12.2007

Tradition vor Ende bewahrt / Adventsbrauch

Tutendienstler ziehen weiter durch Cammer

Zehn Tage vor Weihnachten gingen seit Jahrzehnten die Tutenmänner durch den Ort, um „dem Christkind den Weg von der Himmelsleiter auf die Erde zu weisen“. Doch in diesem Jahr drohte diese alte Tradition zu sterben.

Als Pfarrer Jens Meiburg nämlich im Adventscafé berichtete, dass es in diesem Jahr keine Konfirmandenschüler gibt, schien die Tradition plötzlich in Gefahr zu geraten. Bisher hatten die Konfirmanden stets den „Tutendienst“ versehen.

Die Mitglieder des Gemischten Chores Cammer wollten nicht akzeptieren, dass dieser besondere Brauch so einfach verloren geht. Spontan organisierten sie unter ihren Mitgliedern einen „Tutendienst“. Seit Sonntag fahren und laufen die Sänger nun also durch Cammer und erinnern an das baldige Weihnachtsfest. „Auch am Silvesterabend werden wir jedes Haus in Cammer aufsuchen“, sagt Chorleiter Jürgen Giese. „Dabei werden wir auch um Spenden bitten.“ Diese benötigen die Sänger für eine neue Vereinsfahne. Es dürfte für viele überraschend sein, nun die reifere Jugend vor der Haustür zu sehen. „Aber es gilt die Tradition, die noch aus Zeiten der Nachtwächter stammt, fortleben zu lassen und so vor dem Untergang zu retten“, betont Olaf Mädler, einer der aktiven Tutendienstler.

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