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Artikel vom 16.01.2008

Neuer Pfarrer entfacht frischen Wind

Helmut Kautz tritt in Brück Nachfolge von Hans-Peter Nitsch an

Mit einem Festgottesdienst wird Helmut Kautz am 28. Januar als neuer Pfarrer für Brück feierlich in das Amt eingeführt. Das Zeremoniell findet in der Kirche im Stadtteil Rottstock statt.

Der 36-jährige Theologe tritt die Nachfolge von Pfarrer Hans-Peter Nitsch an, der nunmehr im Kirchenkreis Beelitz-Treuenbrietzen tätig ist.

Helmut Kautz ist Vater von drei Kindern und seit elf Jahren „glücklich mit Almut, meiner Frau aus erster Ehe verheiratet“, erzählt der Kirchenmann in seiner lockeren Art.

Bisher war der Pastor mitverantwortlich für die Jugendarbeit des Kirchenkreises Lehnin-Belzig. Dabei hat der Sohn des langjährigen Reetzer Pfarrers Jürgen Kautz ursprünglich den Beruf des Dachdeckers gelernt. „Mein Vater meinte, ich sollte zuerst etwas praktisches lernen“, erzählt der Junior. Nach seiner Gesellenprüfung, die als Prüfer damals unter anderem der Dachdeckermeister Edwin Beuster aus Cammer mit abgenommen hatte, erwarb Kautz auf dem Abendgymnasium in Brandenburg an der Havel das Abitur. Ein Studium der Theologie in Halle/Saale und in Berlin schloss sich an. Nach seinem Examen absolvierte Kautz in Berlin-Zehlendorf das Vikariat. Außerdem war er für die deutsche Gemeinde auf der Insel Teneriffa und für den Bundestagsabgeordneten Günther Nooke (SPD) tätig.

Obwohl die offizielle Einführung erst Ende Januar erfolgt, ist Helmut Kautz schon jetzt in der Gemeinde viel unterwegs. Dort die Besuche bei den Gemeindegliedern, hier ein Gespräch mit der Frauenhilfe oder die Mithilfe zur Organisation von externen Veranstaltungen in der Lambertuskirche – sein Terminkalender ist inzwischen gut gefüllt.

Kautz will Pastor für alle sein. „Im Gotteshaus sind alle willkommen, auch diejenigen, die nicht der evangelischen Kirche angehören“, macht er seine Auffassung klar. Die Kirche sollte seiner Meinung nach, eine nach alle Seiten offene Begegnungsstätte sein. „Die Gemeindeglieder sollten unsere Gotteshäuser als die ihren begreifen. Es ist nicht meine Kirche, sondern die unsere“, gibt der Pfarrer seine Haltung wieder. In seine Zuständigkeit fallen künftig neben der äußerlich sanierten Lambertuskirche auch die Dorfkirchen in Rottstock, Trebitz und Gömnigk.

Kautz wohnt derzeit noch in Belzig. Die Familie will in den Sommerferien jedoch nach Brück umziehen. Den Kindern Hans (8) und Katharina (6) soll so der mit dem Umzug verbundene Schulwechsel erleichtert werden. Der dreijährige Erich soll dann den Brücker Kindergarten besuchen. Beim Umzug wird aber noch ein weiterer Stammhalter dabei sein. Almut Kautz erwartet im Mai nämlich das vierte Kind. Deshalb darf es nicht verwundern, dass schon jetzt eine Krabbelgruppe für die Brücker Gemeinde in Planung ist. Insgesamt will Helmut Kautz frischen Wind in die Gemeindearbeit bringen. In der Stadt Brück fühlt er sich bereits gut aufgenommen.

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