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Artikel vom 31.01.2008

Müllerehepaar übernimmt Mühle

Ina und Paul Hänsch haben Ideen vorgestellt

Eine schier endlos erscheinende Geschichte findet nun offenbar doch ein gutes Ende. In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung wurde beschlossen, das am Dorfende stehende technische Denkmal für vorerst ein Jahr an das erfahrene Müllerehepaar Hänsch zu übergeben.

Ina und Paul Hänsch stellten den Gemeindevertretern in der Sitzung ihr Konzept vor. Demnach wollen beide die Bockwindmühle an mindestens zwölf Wochenenden in der Saison öffnen. Dabei werden Führungen für Besucher angeboten. Schulklassen und andere Gruppen können zudem nach Voranmeldung nicht nur eine Besichtigung erhalten. Ihnen werde vielmehr auch der Weg vom Korn zum Mehl erklärt. Eine Broschüre soll zudem die Geschichte der Cammerschen Mühle erläutern.

Paul Hänsch ist ein erfahrener Windmüller, seine Frau Ina ist Müllermeisterin. Ihre Ausbildung hat sie in Stuttgart absolviert. Beide haben bereits die Mühlen in Werder sowie in Beelitz betreut und verfügen über eine große Erfahrung im Umgang mit der Windkraft. Deshalb haben die beiden auch vor, die Ausbildung zum Müller anzubieten.

Besonderen Wert legen die in Jüterbog lebenden Müllersleute darauf, dass in Cammer einige Bürger befähigt werden, die Mühle bei Gefahr zu sichern. „Bei unerwarteten und plötzlich auftretenden Stürmen muss schnell gehandelt werden, da braucht man Menschen vor Ort“, betont Paul Hänsch, der auch auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Mühlenbetrieb Rosenmüller am anderen Ende des Ortes hofft.

Der offiziellen Wiedereröffnung am Deutschen Mühlentag, dem 12. Mai, scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Die Veranstaltung bildet gleichzeitig auch den Auftakt einer Veranstaltungsreihe zum 675. Jubiläum des Planedorfes.

In der Sitzung wurde allerdings auch mitgeteilt, dass bei Probeläufen Anfang Januar weitere acht Mängel an der Mühle festgestellt worden waren. So seien noch einmal 7000 Euro fällig, um unter anderem die Bremse und den Läuferstrang instand zu setzen. Die Befürchtung des Abgeordneten Uwe Säger, der spontan sagte, „die wird ja nie fertig“, scheint sich aber dennoch nicht zu bewahrheiten.

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