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Artikel vom 09.04.2008

Weniger ist mehr

Sportstättenförderung: Richtlinie erscheint widersprüchlich

von Andreas Koska und René Gaffron

Schritt für Schritt kommen die Kicker der Waldgemeinde zum Ziel. Die ursprüngliche Planung zur Sanierung des Gebäudes auf dem Friedrich-Jahn-Sportplatz ist abgespeckt worden. Für das aktualisierte Vorhaben sind Gesamtkosten von nur noch etwa 300 000 Euro kalkuliert. Damit scheint der Weg zu einer Kofinanzierung der Gemeinde geebnet.

„Falls der Borkheider SV 90 einen Antrag an die Gemeinde stellt, werden wir uns der Förderung nicht verschließen können. Schließlich ist das Geld im Ergänzungshaushalt vorgesehen“, sagte Bürgermeisterin Angelika Schulz in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Zuvor hatte es Kontroversen gegeben, obwohl die Notwendigkeit der Instandsetzung des Domizils im Grunde unstrittig war.

„Allerdings müssen die Förderkriterien eingehalten werden“, ergänzte sie. Amtsdirektor Christian Großmann prüfe demzufolge, ob die Kommune überhaupt finanziell helfen darf, gab die Ortschefin bekannt. Einige Förderkriterien des „Goldenen Plans Brandenburg“ scheinen nämlich widersprüchlich. Die als Eigenanteil des Vereins definierten Beträge zum Sportstättenbau, dürfen danach nicht von Dritten kommen. „Wir müssen klären, ob die Gemeinde als Dritter zu sehen ist“, fordert deshalb der Ausschussvorsitzende Heiko Zickenrott und weist auf einen weiteren Absatz der Bedingungen hin, in dem vom Landessportbund Brandenburg wiederum ein Mitwirken der Kommune gefordert ist.

Die endgültige Entscheidung über eine finanzielle Beteiligung wird die Gemeindevertretung in der nächsten Woche treffen müssen. Außerdem muss der Kreissportbund Potsdam-Mittelmark das Vorhaben auf seiner Prioritätenliste mit Vorrang bestätigen.

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