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Artikel vom 23.07.2008

Abwasser: Gestank wegspülen

Kompressoren werden installiert

Betroffen sind zwar wenige. Aber jenen Freienthaler Bürgern stinkt’s mächtig. Immer wieder haben sie sich über kaum auszuhaltenden Gestank aus den Gullys und Abflüssen in ihren Häusern beschwert.

„Der Geruch geht auf die Bildung von Schwefelwasserstoff zurück. Schon in geringster Konzentration stinkt er“, weiß Kerstin Baier. Drei Lösungsmöglichkeiten hat die Geschäftsführerin des Abwasserzweckverbandes Planetal jüngst aufgezeigt. Zum einen eine Zuführung von Zusatzstoffen, welche den Schwefelwasserstoff auflösen. Die Kosten dafür seien jedoch ausgesprochen hoch, liegen zwischen 50 und 90 Cent je Kubikmeter und das bei einer Abwassergebühr von 2,35 Euro. Eine zweite Möglichkeit, die sich in Deutsch Bork und Alt Bork bewährt habe, ist jene des „Luft einperlens“. Dem Abwasser werden gezielt Luftblasen beigefügt. Die so erfolgte Belüftung lässt dem Gestank wenig Chancen. Die Kosten dieser Methode halten sich mit 10 Cent je Kubikmeter in überschaubaren Grenzen.

Die dritte, nun ob ihrer Effektivität favorisierte Variante ist die so genannte Schwallbelüftung. Nach jedem Rohrspülvorgang wird dann von Ragösen ein halber Kubikmeter Luft mit Druck hinterher geschickt. Dafür sind jedoch zwei neue Kompressoranlagen zu installieren, die an den beiden Hauptpumpwerken in Cammer und Damelang errichtet werden sollen. Kerstin Baier ist sich sicher, dass damit die Geruchsbelästigungen in Freienthal ein Ende haben werden.

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