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Artikel vom 28.07.2008

MAZ-Vereinssteckbrief: Von Benelux zurück

Heute: Brieftaubenverein „Zur Heimat“ Brück

Das Vereinsregister im Fläming ist lang. Die MAZ- Lokalredaktion Belzig präsentiert in einer Serie wöchentlich Vereine und würdigt so deren Arbeit. In Folge 170 stellt sich heute der Brieftaubenverein „Zur Heimat“ Brück vor.

Name: Brieftaubenverein Brück „Zur Heimat“ e.V.

Gründung: 1953, nach einigen Jahren trennten sich die Wege der Vereinsmitglieder. 1974 wurde der Verein wieder belebt.

Mitglieder: Im Augenblick sind es nur noch acht Aktive. Es sind allesamt Männer im zwischen 40 und 60 Jahren.

Vorsitzender: Bodo Ehrensack, Schäpe, Dorfstraße 1a, Tel. (03 32 04) 3 40 68.

Treffen: Man trifft sich im Sommer regelmäßig zu Flugveranstaltungen und danach zur Auswertung im Treuenbrietzener Vereinsheim. Im Winter werden die unterschiedlichsten Sieger geehrt, meist bei einem Mitglied zu Hause, häufig bei Bernd Saage in Cammer. Gäste sind willkommen.

Schwerpunkte: Hauptaugenmerk liegt auf der Brieftaubenzucht. Jährlich finden 13 Flüge über Entfernungen von 200 bis 600 Kilometer statt. Die Ergebnisse werden am Computer genaustens ausgewertet. Die langen Flüge beginnen dann in Belgien oder Holland. Auf speziellen Taubentransportern, die über Futter, Wasser und Klimaanlagen verfügen, werden bis zu 10 000 Tauben aus der ganzen Region zum Abflugort befördert, organisiert vom Reiseverein Potsdam. 10 der 13 Flüge werden für eine Meisterschaft klassifiziert. Am Sonnabend ist der Saisonhöhepunkt mit einem Endflug von über 500 Kilometer gewesen. Am 8. August beginnen die Jungtaubenflüge, die maximal über 350 Kilometer gehen. Bevor die Tiere auf Langstrecke geschickt werden, werden sie mit kurzen Flügen von zwei bis fünf Kilometern trainiert. Es sind die einzigen Momente, in denen es zu Verlusten kommen kann. Die Greifvögel haben diese Jungvögel als leichte Beute ausgemacht, insgesamt sind die Verluste allerdings gering. Der Verein präsentiert sich auch bei Kleintierschauen, so waren Mitglieder mit ihren Flugtauben auch beim Jubiläumsfest in Cammer beteiligt.

Nachwuchs: Der Vorsitzende bedauert, dass sich so wenig Jugendliche für die Brieftauben interessieren. Dabei lernt man Geduld, soziale Kompetenzen im Umgang mit Tieren, Ornithologie und Erdkunde. Die Flugrouten werden auf Landkarten verfolgt, der Weg genau registriert.

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