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Rathausnachrichten Charlottenburg-Wilmersdorf

In der Ausgabe September 2006

Rund um den Breitscheidplatz

Der Breitscheidplatz ist das Herzstück der City-West. Obwohl der Tauentzien und der Ku-Damm immer noch die am stärksten frequentierte Einkaufmeile Berlin ist, hat man den Eindruck, dass rund um den Breitscheidplatz der noble Putz der City-West bröckelt. Das Schimmelpfenghaus soll seit Jahren abgerissen werden und sucht trotzdem neue Mieter, die Baugrube dahinter wird auch durch die sie umgebende Werbung nicht schöner. Die Investoren springen reihenweise ab. Der ZOO-Palast, ein herausragendes Beispiel der Kinoarchitektur, steht zu Disposition. Der Royalpalast wurde gerade abgerissen. Das Bikinihaus soll umgebaut werden. In der Passage findet man nur noch Imbissbuden und Ramschläden. Hinter dem Bahnhof ZOO soll ein Riesenrad entstehen, ein Rummel, obwohl die Wirtschaftlichkeit in Frage zu stellen ist. Der Bahnhof selbst wird vom Fernverkehr abkoppelt, weil dem Bahnchef die City-West zu schmuddlig ist. Das Amerikahaus steht leer. Jeder scheint seins zu machen und nichts wird beendet. Dieses haben der Breitscheidplatz und Charlottenburg nicht verdient. Um die Aufenthaltsqualität des Platzes zu verbessern, bedarf es guter kultureller und gastronomischer Angebote. Hier ist ein nachhaltiges Konzept von Nöten, für alle verbindlich. Nur so kann die City West wieder gewinnen und der Breitscheidplatz zum flanieren mit Flair einladen. Andreas Koska

In der Ausgabe 05.03.2006

Fahrradfahren in der Fußgängerzone

In vielen deutschen Städten ist inzwischen das Fahrrad fahren in den Fußgängerzonen gestattet. Eine der wenigen Berliner Fußgängerzonen ist die in der Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg. Der Alexanderplatz kann auch als Autofrei angesehen werden. Hier Alex gibt es sogar eine gesonderte Fahrradspur. Damit wurden bisher gute Erfahrungen gemacht. Für die Wilmersdorfer Straße fordern wir deshalb zum einen - dass die Querung der Fußgängerbereiches an der Pestalozzistraße erlaubt wird. In viele Routenvorschlägen wird die Pestalozzistraße als eine Alternative zur Kantstraße angepriesen. Bei der Durchfahrt über die Wilmersdorfer Straße muss man absteigen und schieben. Das ist umständlich und kontraproduktiv und zum zweiten

- dass das Fahrrad fahren nach Geschäftsschluss und an den Sonn- und Feiertagen ganztägig in der Fußgängerzone „Wilmersdorfer Straße“ erlaubt wird. In diesen Zeiten verödet die Wilmersdorfer zusehends. Es sind kaum noch Menschen unterwegs, so dass die wenigen Fahrradfahrer auch niemanden stören, sondern eher zu einer Attraktivitätssteigerung der Straße beitragen würden. Der Nord/Süd - Weg ist über die Wilmersdorfer wesentlich attraktiver als über das Kopfsteinpflaster der Krummestraße oder die stark befahrene Kaiser - Friedrich - Straße. Wir fordern eine Lösung, die sich pragmatisch an den Erfordernissen orientiert. Deshalb ist das Fahrrad fahren in den von uns angegebenen Zeiten in der Wilmersdorfer Straße freizugeben.

Andreas Koska

In der Ausgabe vom 06.05.06

Brauchen wir Schutzzonen für Anwohner zur WM?

Was die Fraktionen in Charlottenburg-Wilmersdorf zum Thema meinen

[…] Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

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Andreas Koska
[…]

In der Ausgabe vom 12.04.06

Parkraubewirtschaftung in Charlottenburg-Wilmersdorf

Seit Jahren erreichen uns Bitten um Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung von Anwohner des westlichen Kurfürstendamms. Sogar nach einer Umfrage des Wirtschaftstadtrats Skrodzki (FDP) würde in der Westfälischen Str. eine Bewirtschaftung Sinn machen. Bündnis 90/Die Grünen sind grundsätzlich Befürworter der Parkraumbewirtschaftung als verkehrslenkender Maßnahme, allerdings nicht als Selbstzweck. Deshalb haben wir zum Einen ein unabhängiges Gutachten gefordert, um zu erfahren, ob die Einführung verkehrlich Sinn macht. Zum Anderen sind wir der Meinung, dass man die Betroffenen mit ins Boot nehmen muss. Damit meinen wir, dass nicht die Minderheit der Autobesitzer über die Mehrheit von über 60 % der Haushalte ohne Auto bestimmen darf. Man muss mit den Betroffenen reden, ihnen den Sinn und Zweck erläutern und versuchen sie zu überzeugen. Überall, wo dies gelungen ist, sind die Anwohner auch zufrieden. Als bestes Beispiel mag die zuletzt eingeführte Parkraumbewirtschaftungszone südlich des Hohenzollerndamms dienen. Deshalb fanden insgesamt vier Informationsveranstaltungen statt. Etwa 100 Personen, von insgesamt 42.000 Betroffenen, nahmen daran teil. Eine weitergehende Beteiligung, z.B. durch eine Umfrage, ist leider nicht finanzierbar.

Andreas Koska, Fraktionsvorsitzender und verkehrspolit. Sprecher

In der Ausgabe vom 02.07.05

Religionsunterricht vor dem Aus?

Was die Fraktionen in Charlottenburg-Wilmersdorf zum Thema meinen

[…] Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Die CDU im Bezirk fordert „Wahlfreiheit statt zwangsweise staatliche Wertevermittlung“. Mit der Einführung der Wertekunde glauben viele, dass Religion ins Abseits gestellt wird. Das Gegenteil ist der Fall. Um zu verstehen worum es geht, sollte man einige Zahlen sprechen lassen. In Berlin sind nur noch 22 % der Einwohner evangelisch, 9% katholisch und 6% gehören dem Islam an. Insgesamt leben Angehörige von 130 Religionsgemeinschaften in der Stadt. Wer den Besuch von Religionsunterricht unter die Lupe nimmt, wird feststellen, dass die meisten Schüler diesen meiden. An Hauptschulen beträgt der Anteil der teilnehmenden Schüler 9,5%, an Realschulen 16,3% und an Gymnasien 19,4%, wobei Charlottenburg-Wilmersdorf hier gut abschneidet. Immerhin jede/r dritte SchülerIn besucht hier den Unterricht. Im Umkehrschluss heißt das auch, dass hier 2/3 der SchülerInnen diesen auslässt. Wenn man Werteverluste in unserer Gesellschaft beklagt, gleichzeitig Front gegen den islamischen Religionsunterricht macht, gibt es nur einen gangbaren Weg - jede/r SchülerIn muss den Werteunterricht besuchen. Daneben kann weiterhin freiwillig und zusätzlich Religion durch die Religionsgemeinschaften angeboten werden. Im Übrigen wurzelt unser Wertekanon in der christlichen Lehre. Wertekunde wird eher zu Religion führen als gegen sie arbeiten. Andreas Koska, Fraktionvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen

Andreas Koska
[…]

In der Ausgabe vom 05.03.05

Beförderung von schwerstbehinderten Schülern

Was die Fraktionen im Bezirk zum Thema meinen

[…] Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Ende 2004 wurde die Schülerbeförderung in Charlottenburg-Wilmersdorf neu ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt in fast allen Fällen eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Ab dem 1.Februar wechselten die Betreiber und es herrschte Chaos, SchülerInnen wurden nicht abgeholt oder mussten längere Fahrzeiten in Kauf nehmen. Obwohl die Ausschreibung von vornherein die Leistungsfähigkeit mit genauen Angaben abfragte, d.h. Fahrzeuge und Fahrer mussten genau aufgeführt werden, hatte der neue Anbieter nicht genug Fahrpersonal zur Verfügung (in einer Anzeige wurden noch im Dezember Mini-Jobber gesucht). Der Fuhrpark reicht ebenfalls nicht aus. Die alten Fahrdienste mussten und müssen die Lücken ausfüllen, damit die behinderten SchülerInnen weiterhin die Schulen besuchen können. Hier wird ein Preiskampf, für die Entscheidung war offensichtlich nur der Preis entscheidend, auf dem Rücken von geistig- und schwerstmehrfachbehinderten Menschen ausgetragen. Das neue Personal verfügt nicht über die Personenbeförderungsscheine und die Fahrzeuge nicht über die Zulassung zur gewerblichen Personenbeförderung. Manch ein Schüler ist jetzt je Richtung 90 min. unterwegs, eine Zeit, die vor allem für Schüler mit Anfallsleiden, unzumutbar ist. Das alles ficht das Schulamt nicht an, Hauptsache scheinbar billig, Qualität zählt nicht. Andreas Koska, Fraktionsvorsitzender

Andreas Koska
[…]

In der Ausgabe vom 03.04.04

 

Tempo 30 in der Güntzelstraße

Die Gewerbetreibenden, allen voran ein Weinhändler, und die vermeintlichen Autolobbyisten vom ADAC sehen wieder einmal die Welt untergehen. Die Fraktion Bündnis 90 /Die Grünen, von der SPD unterstützt, haben das Bezirksamt gebeten zu prüfen ob eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h möglich wäre.

Anwohner der Güntzelstraße haben in einem Brief die in der BVV vertreten Parteien aufgefordert die Güntzelstraße für den Verkehr zu sperren. Obwohl wir grundsätzlich für eine Verlagerung des Verkehrs vom Auto auf ÖPNV und Fahrrad plädieren, wollten wir auch die Meinung anderer Beteiligter hören. In einer von den Grünen veranstalteten Podiumsdiskussion unter Teilnahme des oben erwähnten Weinhändlers, Vertretern des Uhlanddistrikts, der Anwohnerinitiative, des Vereins „Miteinander im Kiez“ und der BVG wurden die Wünsche, Hoffnungen und Ängste geäußert.

Eine Sperrung wurde von fast allen abgelehnt, eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h von allen, außer dem erwähnten Weinhändler, begrüßt. Eine Durchfahrt ist dann weiterhin möglich, die Geschäfte werden dann eher wahrgenommen, die Lautstärke nimmt ab. Die Reduzierung des Tempos muss mit einer Aufhebung der Vorfahrtsregelung Hand in Hand gehen, denn nur so ist es auch gewährleistet, dass langsamer gefahren wird. Die Zeichen auf Erfolg, zumindest im ersten Abschnitt, zwischen Hohenzollerndamm und Uhlandstraße, sind gut. Wir hoffen auf baldige Realisierung.

Andreas Koska

Weitere Artikel

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