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Artikel vom 06.07.2007

Erschienen in der Dürener Zeitung

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Düren/Berlin

Irgendwo in Berlin wird Platz für ein Stück Düren sein

In der Bundeshauptstadt wird es vorerst keine Dürener Straße geben. Die Versuche des «Dürener in Berlin und Brandenburg»-Stammtisches, kurz DIBBS genannt, ein kleines Stückchen Heimat in die Wahlheimat zu transportieren, waren bisher nicht von Erfolg gekrönt.

«Die Idee keimte auf, als ich einen Aufruf in der Zeitung las», erzählt Marcus Gülpen, Mitinitiator des DIBBS. «Der Stadtbezirk Charlottenbug-Wilmersdorf rief die Bürger auf, Vorschläge zu machen, um zukünftige Straßen benennen zu können», erinnert er sich. Gülpen ist es schon lange ein Dorn im Auge, dass im Gegensatz zu vielen anderen nordrhein-westfälischen Orten Düren noch nicht auf einem Straßenschild in der Hauptstadt vertreten ist.

Er schlug die Kreisstadt an der Rur vor. Akribisch hatte er eine Dokumentation der Berührungspunkte zwischen Düren und Berlin erstellt. Doch der Kulturausschuss Charlottenburg-Wilmersdorf winkte ab. «Wir haben ernsthaft diskutiert und Kontakt mit Bürgermeister Larue aufgenommen. Leider sahen wir keine Möglichkeit, dem Ansinnen zu entsprechen», entschuldigen sich Ausschussvorsitzender Joachim Dannert und die Bezirksparlamentsvorsteherin, Dr. Marianne Suhr: «Seit acht Jahren gibt es im Bezirk einen Beschluss, Straßen ausschließlich nach Frauen zu benennen.» Marcus Gülpen ist zwar über den Ausgang enttäuscht, aber er will weiter für den Vorschlag werben: «Berlin hat zwölf Bezirke - wenn es sein muss, werden wir sie alle anschreiben.»

Gülpen hat am Kurfürstendamm eine Anwaltskanzlei. Nach seinem Ersten Staatsexamen kam er 1990 in das Berlin der Wendezeit. Er blieb dort, eröffnete zuerst in Potsdam, dann zusätzlich 1998 in Berlin seine Büros.

Im Herzen ist Gülpen Dürener geblieben. Als er feststellte, dass es auch Mitschüler und Bekannte nach Berlin verschlagen hat, rief er den «Düren-Stammtisch» ins Leben. Alle drei Monate trifft sich der inzwischen 50 Personen starke Kreis im «Gaffelhaus» am Gendarmenmarkt in der Mitte Berlins.

Die Aktiven des Kreises haben jetzt den Straßenbenennungsantrag in Steglitz-Zehlendorf gestellt. «Die Stadt Düren hat zwischen 1956 und 1971 die Kosten für Erholungsaufenthalte von Steglitzer Kindern übernommen. Von 1963 bis 1981 waren Senioren aus Berlin-Steglitz Gäste der Stadt Düren», liefert Gülpen die Argumenten für den neuen Versuch.

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