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Schriftliche Anfrage Nr. 771/2

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Originaltext:

Schriftliche Anfrage Nr. 771/2 des Bezirksverordneten Koska, Andreas, Fraktion B'90/Die Grünen vom 20.10.2005 fällig am 07.11.2005

Laut, lauter, S-Bhf Charlottenburg

Ich frage das Bezirksamt:

  1. Sind dem Bezirksamt Anwohnerbeschwerden über die zu lauten S-Bahn-Züge im Bereich des S-Bhf Charlottenburg bekannt?
  2. Treffen die Beobachtungen zu, dass trotz der Lärmschutzwände, Lärmbelastung in diesem Bereich zugenommen hat?
  3. Welche Maßnahmen könnten zu einer Verringerung des durch die S-Bahn-Züge verursachten Lärms führen ?
  4. Hält das Bezirksamt einen gemeinsamen Namen für die U-Bahnstation „Wilmersdorfer Straße“ und die S-Bahn-Station „Charlottenburg“ für wünschenswert?
    Falls ja, welchen Namen hält das Bezirksamt für sinnvoll?

Antwort des Bezirksamtes

Sehr geehrte Frau Bezirksverordnetenvorsteherin,

das Bezirksamt beantwortet die Schriftliche Anfrage wie folgt:

Zu 1. Dem Bezirksamt liegen keine Beschwerden über zu laute S-Bahnzüge im Bereich des S-Bahnhofs Charlottenburg vor. Beim Eisenbahn-Bundesamt gingen 2 Lärmbeschwerden aus dem Bereich der Eisenbahnüberführung Windscheidstraße ein.

Zu 2. und 3. Das für die Prüfung und Beurteilung von Lärmbelästigungen durch den Schienenverkehr zuständige Eisenbahn-Bundesamt hat hierzu folgende Auskünfte gegeben:

Während des derzeitigen Bauzustandes befahren die aus Westen kommenden S-Bahnzüge die künftigen Kehrgleise, die sehr enge Bogenradien haben. Dies führt zu einer erhöhten Schallabstrahlung, u. a. dem sogenannten Kurvenquietschen. Die Kehrgleise werden im Regelbetrieb nicht benutzt. Sie dienen als zusätzliche Gleise für von Osten kommende Züge, die im Pendelverkehr wieder nach Osten zurückfahren. Eine Nutzungsmöglichkeit ist der Einsatz von Sonderzügen bei Großveranstaltungen.

Die DB ProjektBau GmbH wurde vom Eisenbahn-Bundesamt aufgefordert, Abhilfe in diesem Bereich zu schaffen. Nach Aussage der DB ProjektBau GmbH sind die daraufhin eingebauten Schmierapparate seit Mitte Oktober funktionsfähig. Die Quietschgeräusche sind beseitigt. Weitere technische Maßnahmen am Rad-Schiene-System sind nicht möglich. Die sogenannten Kehrgleise werden nach Abschluss der Bauphase nur selten benutzt. Die Bauarbeiten werden im April 2006 beendet sein.

Zu 4. Das Bezirksamt würde einen gemeinsamen Namen begrüßen, um so auch Ortsunkundigen die Verknüpfung der Bahnhöfe zu erleichtern. Bei der Namensgebung ist zu bedenken, dass auch die Verbindung zum Regionalbahnhof Charlottenburg deutlich bleiben sollte. Als Name könnte „Charlottenburg - Wilmersdorfer Str.“ in Betracht kommen, der die Anbindung des Einkaufzentrums Wilmersdorfer Str. an U- und S-Bahn verdeutlicht.

Mit freundlichen Grüßen

M. Schmiedhofer

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