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Artikel vom 29.11.2007

Brandenburger Geschenk für Berlin

Weihnachtsbaum vor Landesparlament

Am Dienstag um 14.22 Uhr war es soweit. Gemeinsam drückten Brandenburgs Landwirtschaftsminister Dietmar Woidke (SPD) und der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Walter Momper (SPD), auf einen am Rednerpult angebrachten roten Knopf. Daraufhin erstrahlte vor dem Berliner Abgeordnetenhaus ein aus dem brandenburgischen Landeswald stammender Weihnachtsbaum in hellem Licht.

In diesem Jahr schenkten die Brandenburger den Berliner Parlamentariern eine zwölf Meter hohe und 18 Jahre alte Blaufichte. Der gleichmäßig gewachsene Christbaum wurde am 21. November im Bereich des Forstamtes Belzig – konkret in der Oberförsterei Grünaue bei Rathenow – gefällt. Forstmitarbeiter brachten ihn anschließend in die Hauptstadt.

„Alle Jahre wieder, zumindest seit vier Jahren, dürfen wir uns an einem Brandenburger Baum erfreuen“, sagte Walter Momper in seiner kurzen Ansprache. Bis dahin stammte der Weihnachtsbaum meist aus Österreich. Momper sieht das Geschenk als Zeichen der guten Zusammenarbeit der beiden Bundesländer. Die Angst, dass Brandenburg so kahlgeschlagen werden könnte, zerstreute Minister Woidke. „Die Gefahr besteht nicht, die Blaufichte stammt aus der nachhaltigen Landwirtschaft“, sagte der Minister, der sich auch für das nächste Jahr eine gute Zusammenarbeit mit den Berlinern wünscht. „Gerade heute haben wir in einer gemeinsamen Regierungssitzung beschlossen, die Untersuchungslabore für Lebensmitteluntersuchungen und Tierseuchen zusammenzulegen, ein weiterer Schritt auf dem Weg der guten Zusammenarbeit für die Region“, sagte Woidke am Dienstag.

Die nun gerichtete Fichte ist nicht nur der inzwischen vierte Baum aus Brandenburg, sondern auch die vierte Baumart. So war vor vier Jahren eine Küstentanne aufgestellt worden.

Die Brandenburger Blaufichte wurde vor dem Abgeordnetenhaus von Mitarbeitern der Spastikerhilfe Berlin, einer Werkstatt für Behinderte, mit Sternen und Glocken aus der eigenen Herstellung geschmückt. Für die musikalische Einstimmung auf die Weihnachtszeit sorgte der Posaunenchor der Evangelischen Zachäusgemeinde aus dem Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Kaum war der offizielle Teil der Einweihung beendet, wurden von zufällig vorbeikommenden Passanten erste Schnappschüsse an dem Brandenburger Geschenk gemacht. Es schien zu gefallen.

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