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Artikel vom 03.01.2008

Gemeinsam handeln und voneinander lernen

Brücker Schüler pflegen seit 16 Jahren Kontakte nach Nordrhein-Westfalen

Zum wiederholten Male waren Jungen und Mädchen der Oberschule Brück eine Woche lang Gäste in der Gesamtschule Hille. Mit ihr besteht seit 1991 eine Schulpartnerschaft.

Mit Annette Radigk, der Leiterin des Musik-Austausch-Projektes, sprach MAZ-Mitarbeiter Andreas Koska.

MAZ: Frau Radigk, wie kam es damals zu der Schulpartnerschaft?

Annette Radigk: Es war wie so häufig in diesen Fällen eine private Initiative. Ein Kollege hatte in der Umgebung von Bielefeld private Kontakte. Er bat dort um Adressen von in Frage kommenden Schulen.

Wie häufig finden die gegenseitigen Treffen statt?

Radigk: Mindestens einmal im Jahr. Wobei seit 1997 eine polnische Schule aus Tarnow Opolski mit dabei ist. Alle zwei Jahre gibt es ein Dreiertreffen.

Sie sind fast von Beginn an dabei, sind mit den Jahren Veränderungen spürbar?

Radigk: Eindeutig, anfangs gab es große Unterschiede zwischen den Schülergruppen. Davon ist nichts mehr übrig geblieben. Egal ob Kleidung, Musikvorlieben oder Jugendsprache, alles hat sich angeglichen. Bis auf den letzten Punkt gilt das auch für die polnischen Jugendlichen.

Wer darf eigentlich mit?

Radigk: Da es Musikprojekte sind, dürfen alle Mitglieder der Schülerband-Arbeitsgemeinschaft mit. Meist sind es um die 25 Jugendliche. Meine Kollegin Barbara Neupauer und ich sind auch immer mit dabei.

Wie werden diese Reisen zu den Partnern finanziert?

Radigk: Wir hatten lange Zeit das Glück, über die Robert-Bosch- sowie die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung unterstützt zu werden. So hielten sich die Kosten in einem überschaubaren Rahmen. In den vergangenen beiden Jahren mussten die Schüler die gesamten Kosten selbst tragen. Das führte dazu, dass nicht alle mitkommen konnten. Diesmal gab es Geld von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse. Wir hoffen, auch in der Zukunft Sponsoren zu finden.

Haben sich neben den offiziellen auch private Kontakte und Freundschaften zwischen den Schülern ergeben?

Radigk: Oh ja. In erster Linie zwischen den Deutschen. Auch nach Schulabschluss gibt es immer noch private Treffen. Brief-, E-Mail- und SMS-Kontakte sind an der Tagesordnung. Auch mit den polnischen Jugendlichen gab es Briefwechsel, die allerdings auf Grund der Sprachbarriere nicht allzu lange anhielten. Man muss aber sagen, dass anfängliche Vorbehalte gegen die Reisen nach Polen, die bei allen – Lehrern, Eltern und Schülern – vorhanden waren, vollständig verschwunden sind. Unser Motto „Gemeinsam handeln, voneinander lernen, zusammenwachsen“ hat gewirkt und wird von allen gelebt.

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