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Artikel vom 12.07.2008

Kirche: Holzanalyse berechtigt zur 800-Jahr-Feier

Das Chorfenster der Dorfkirche hat ein weiteres Geheimnis preisgegeben. Nachdem die Holzkonstruktion ausgebaut worden war, konnte das Alter bestimmt werden. Dazu ist sie an der breitesten Stelle aufgeschnitten worden. Das Deutsche Archäologische Institut in Berlin hat festgestellt, dass die verwendete Eiche im Jahr 933 mit dem Wachstum begonnen hat und gut 250 Jahre alt wurde. Man geht davon aus, dass der Baum etwa 1208 gefällt worden ist. Nach der Fällung sei er ziemlich bald beim Kirchbau verarbeitet worden. Der Baubeginn für das Gotteshaus um 1200 ist wahrscheinlich. Vermutet wird, dass die Kinder und Enkel der ersten Siedler mit dem Bau an der Stelle der alten hölzernen Vorgängerkirche begonnen haben. „Sie ist damit eine der ältesten Dorfkirchen der Mark“, freut sich Christian Bonte-Friedheim vom Freundeskreis der Kirche.

Nachdem im vorigen Jahr für knapp 60 000 Euro der Turm renoviert worden ist, wird im August diesen Jahres die mehr als doppelt so teure zweite Bauphase abgeschlossen. Dabei ist mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Stiftung zur Bewahrung der kirchlichen Baudenkmäler das Kirchenschiff in Stand gesetzt worden. „Es gibt aber noch genügend zu tun. Im nächsten Jahr steht die Untersuchung der Sakristei, die Sicherung des Kirchenbodens über der Gruft, die Renovierung der Bänke und der Raumfassung an“, berichtet Bonte-Friedheim, ein direkter Nachkomme der letzten Gutsherrschaft auf Lübnitz.

Das Erreichte soll im Rahmen eines Festes gewürdigt werden. Anfang Oktober wird deshalb ein verbundenes Kirchen-, Erntedank- und Dorffest stattfinden. Es wird als 800-Jahr-Feier der Lübnitzer Kirche begangen.

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