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Artikel vom 04.08.2008

Jubiläum: Zweites Zuhause im Kindergarten

Eveline Angerstein betreut seit 39 Jahren die jüngsten Cammeraner – 20 Jahre davon als Kitachefin

„Es ist mein zweites Zuhause, egal ob ich im Urlaub bin oder krank daheim bleiben muss, der Kindergarten ist immer im meinem Kopf“, erzählt Eveline Angerstein. Sie kann sich ein Leben ohne „ihre Kita“ gar nicht vorstellen. Seit genau 39 Jahre ist sie Erzieherin, am Freitag konnte sie auf 20 Jahre als Leiterin der Einrichtung in Cammer zurückblicken.

Da war sie allerdings im Urlaub in ihrer alten thüringi-schen Heimat, in Pappenheim. „Wenn ich dort bin, fühle ich mich wohl, allerdings auch ein bisschen eingeengt“, sagt sie. „Der weite Blick, den wir zu Hause haben, der fehlt mir dort“, begründet die Wahl-Cammeranerin. Evi, wie sie von allen nur kurz genannt wird, fühlt sich längst in der Fläming-Region zu Hause.

Als sie einstmals in Cammer ihren Dienst begann, besuchten 60 Kinder den Kindergarten. Später – in der alten Schule – waren es dann 40 bis 45 Jungen und Mädchen, die wochentags betreut wurden. Heute sind es noch 26 Kinder.

Sie werden noch immer von der selben Mannschaft behütet und auf die Schule vorbereitet. Neben der Chefin gehören Angelika Neumann und Monika Müller seit jeher zum Team der Einrichtung.

Der jetzige Bau im einstigen Gutspark ist somit auch ihr Haus. Unter der Leitung von Eveline Angerstein wurde der Neubau einst mitgestaltet und mit eingerichtet.

In zwei Jahren wird die 57-jährige Kitaleiterin in Altersteilzeit gehen. „Allein der Gedanke macht mir ein bisschen Angst, ich kann mir ein Leben ohne die Kinder kaum vorstellen“, schildert sie ihren Gemütszustand. Dabei hat sie schon Ideen für die Zeit danach. Die Anekdotensammlung aus 40 Jahren Berufsleben würde sie gern ergänzen, ein Erinnerungsbuch schrei-ben. „Ich hoffe, wir können die Kita auch in Zukunft halten.“ Wünschen würde sie sich eine junge Kollegin oder gar einen männlichen Erzieher. „Da würde ich glatt noch ein paar Jahr dranhängen“, sagt Eveline Angerstein in dem für sie typischen Eifer.

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