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Artikel vom 06.09.2008

Investitionen: Am liebsten mit Hubschrauberlandeplatz

Planung für Borkheider Markplatz diskutiert / Computerprobleme verzögern Baubeginn

Pflasterfläche für Veranstaltungen, Fahnenmast, Feuerstelle und 42 Parkplätze, dazu fünf neue Straßenleuchten und abschließbare Fahrradboxen – diese Vorstellungen präsentierte Klaus-Dieter Nitzsche, Bauplaner aus Treuenbrietzen dem Bauausschuss in Borkheide. Dort ging es um die Umgestaltung des so genannten Marktplatzes vor dem Waldbad.

Wie wichtig der zentrale Platz in der Waldgemeinde den Einwohner ist, zeigte die rege Beteiligung bei der Diskussion um den Umbau der bislang von Sand, Schlaglöchern und Pfützen geprägten Fläche. Schon bei der Abstimmung zum Bürgerhaushalt, landete der Wunsch einen angemessenen zentralen Veranstaltungsplatz zu haben, auf einem vorderen Rang. Jetzt wollten fast die gesamte Gemeindevertretung und viele Bürger im Bauausschuss Einzelheiten erfahren und Anregungen geben.

Schon 2006 wurden erste Pläne dafür entworfen, die allerdings mit beinahe einer halben Million Euro Kosten zu teuer waren. Um eine Landesförderung für den Umbau zu erhalten, mussten die Luxuspläne abgespeckt werden.

Die neue Kostenschätzung beläuft sich auf 267 200 Euro und ist förderfähig. Mündlich wurde die Förderung zugesagt, allerdings liegt sie noch nicht schriftlich vor. „Der Grund ist simpel, die Zusage kann wegen Softwareproblemen im Amt für Flurneuordnung in Brieselang nicht ausgedruckt werden“, erklärte Amtsdirektor Christian Großmann den Abgeordneten. Dadurch könne in ganz Brandenburg dringend benötigtes Geld nicht ausgezahlt werden können, obwohl es vorhanden sei.

Die Entwürfe für den Markt fanden keine ungeteilte Zustimmung. Der Naturbadverein, unterstützt vom Finanzausschussvorsitzenden Uwe Schomburg, bemängelte die zu geringe Zahl von Parkplätzen. Vertreter der Feuerwehr wollen eine breitere Zufahrt zum Gerätehaus, die DLRG wünscht sich einen Hubschrauberlandeplatz. Andere plädierten für mehr Sitzgelegenheiten. Vorgesehen sind nur zwei Bänke.

„Wir werden in diesem Jahr hoffentlich noch anfangen können, der Dank gilt vor allem dem vehementen Einsatz der Bürgermeisterin, Angelika Schulz“, betonte der Amtsdirektor.

Klaus-Dieter Nitzsche nahm die Anregungen auf und versprach, sie innerhalb des Kostenrahmens einzuarbeiten. Den Ideen, den Kirchsteig bis zur Feuerwehr auszubauen, erklärte die Brücker Bauamtsleiterin Birgit Block eine Absage. „Der Ausbau ist nicht förderfähig“, machte sie deutlich. Trotzdem schlug der Abgeordnete Martin Köhler vor, den Ausbau in die Überlegungen einzubeziehen und ihn außerhalb des Förderantrags zu bearbeiten. In der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung wird die Diskussion fortgesetzt.

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