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Schriftliche Anfrage Nr. 683/2

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Originaltext:

Schriftliche Anfrage Nr. 683/2 der Bezirksverordneten Koska, Andreas, Fraktion B'90/Die Grünen vom 27.05.05 fällig am 13.06.05

Ottilie-von-Hansemann-Haus

Ich frage das Bezirksamt:

  1. Treffen Beobachtungen zu , dass das Ottilie-von-Hansemann-Haus in der Otto- Suhr- Allee 18-20 leer steht ?
  2. Falls ja, seit wann und sind dem Bezirksamt Planungen des Eigentümers bekannt, wie mit dem Haus weiter umgegangen werden soll ?
  3. Steht das Haus unter Denkmalschutz ?
  4. Bei diesem Gebäude handelt es sich um eine der wichtigsten Arbeiten von Emilie Winckelmann. Ist dem Bezirksamt bekannt, dass Frau Winckelmann die erste freischaffende weibliche Architektin in Berlin war, mehrere Projekte in unserem Bezirk realisiert hat und beabsichtigt das Bezirksamt ihre Leistungen aus Anlass der 130. Wiederkehr ihrer Geburt zu würdigen ?

Antwort des Bezirksamtes

Sehr geehrte Frau Bezirksverordnetenvorsteherin,

zu der oben genannten Schriftlichen Anfrage nimmt das Bezirksamt wie folgt Stellung:

Zu 1. Der Leerstand kann vom Bezirksamt bestätigt werden.

Zu 2. Dem Bezirksamt ist nicht bekannt, seit wann der Leerstand besteht. Im März 2005 hat der Grundstückseigentümer eine Konzeptstudie zum Umbau des Gebäudes zu einem Hotel vorgestellt. Das Konzept wurde im Rahmen der Bauberatung begrüßt. Ein entsprechender Genehmigungsantrag wurde noch nicht gestellt.

Zu 3. Das Gebäude ist in die Denkmalliste eingetragen.

Zu 4. Dem Bezirksamt ist die Bedeutung von Haus und Architektin gut bekannt. Beides wird auf den Kiezspaziergängen der Bezirksbürgermeisterin und auch vom Heimatmuseum stets gebührend hervorgehoben.

Das Heimatmuseum hat bereits im Jahr 1999 in seiner Publikation „Frauen im Berliner Westen“ das Leben und Wirken von Emilie Winckelmann gewürdigt. Ebenso erfolgte eine Berücksichtung im Jubiläumsbuch. Eine gesonderte Würdigung der Architektin im Rahmen der 130. Wiederkehr ihres Geburtstages kann auf Grund der bereits erschöpften Finanzmittel und der derzeitigen Auslastung des Personals in diesem Jahr nicht mehr erbracht werden.

Das Bezirksamt hat jedoch ein großes Interesse daran, in nächster Zukunft eine geeignete Form einer gesonderten Würdigung zu finden.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus-Dieter Gröhler

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