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Artikel vom 30.09.2006

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Potsdam-Mittelmark

Viel geredet, wenig erreicht

Borkheider tun sich schwer mit Idee des „Bürgerhaushaltes“

ANDREAS KOSKA

BORKHEIDE Den Gemeindevertretern war anzumerken, dass der Bürgerhaushalt etwas neues ist. Einwohner sollen mit beeinflussen, wohin Geld fließt, so die Idee.

Bürgermeisterin Angelika Schulz war sichtbar angespannt . Die Befürchtung, dass der Abend zur Kritik an ihr genutzt werden könnte, war in ihrer Einleitung zu spüren. Und so lobte und dankte sie ihren Vorgängern aus der Vorwendezeit für ihre Leistungen. Die Ortschefin verwies zudem darauf, was in ihrer 13-jährigen Amtszeit erreicht wurde, um dann zu betonen, dass die letztendliche Entscheidung auch weiterhin nicht die Bürgerschaft sondern die Gemeindevertretung trifft.

Ohnehin waren der Einladung zum Mitreden nicht viele gefolgt. Etwa 20 Personen hatten sich in den Speisesaal der Hans-Grade-Grundschule bemüht, darunter Vertreter des Sportvereins, des Jugendklubs und des Naturbadvereins. Schließlich sollte an diesem Abend auch über ihre Projekte gesprochen werden.

Dabei erhitzten sich die Gemüter gleich zu Anfang, als es um den Straßenausbau ging. Vorschläge und Ideen wurden ausgetauscht und für unnötig oder zu teuer befunden. Das „Marktplatz“-Projekt wurde besonders kritisch betrachtet (Bericht folgt). Die ersten Interessierten verließen dann den Raum, als nach gut einer Stunde diese Thematik abgeschlossen war.

Der Ton war jetzt sachlicher. Zur Sprache kamen dann noch unter anderem der Jugendklubanbau, ein neues Gebäude für den BSV 90 und die notwendigen Reparaturen im und am Naturbad. Hier zeigte sich Angelika Schulz kämpferisch und brach eine Lanze für die ehrenamtlichen Helfer der drei Einrichtungen, die nur dank des engagierten Einsatzes der Mitglieder überhaupt noch existieren.

Immer wieder warnte die Bürgermeisterin, unterstützt von den Mitarbeiterinnen der Amtsverwaltung, vor allzu großen Träumen und Wünschen.

Denn die blieben auch nach der mehrstündigen Debatte im Raum stehen, weil ohne klare Fakten zu den einzelnen Projekten nicht wirklich Prioritäten gesetzt werden konnten.

Allgemein ist die Versammlung als erster Schritt zu mehr Mitbestimmung bewertet worden. Wobei bedauert wurde, dass nur wenige Bürger diese Chance genutzt haben.

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